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Geschichte des Barockschlosses Hundisburg und dessen unteren Hof, die „Alte Schäferei“




Geschichte bis 1361

Hundisburg, damals noch Hunoldesburg genannt, wurde im Jahre 1140 erstmals erwähnt. Hundisburg war eine landesherrliche Burg und bis 1196 im Besitz der Markgrafen von Brandenburg, gefolgt von den Magdeburger Erzbischöfen. Im Jahre 1213 wurde die Burg vom Kaiser Otto IV. erfolgreich belagert.

Geschichte von 1361 bis 1810, Familie von Alvensleben

1361 gelangte die Burg als erbliches Mannlehen in den Besitz der Gebrüder Alverich und Ludwig von Wanzleben und 1452 in den Besitz der Familie von Alvensleben. Ludolf X. von Alvensleben baute in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert die mittelalterliche Burganlage zu einem Renaissanceeschloss um. Johann Friedrich von Alvensleben veranlasste 1693 den Bau des Barockschlosses. Nach dem unerwarteten Tod von Graf Philipp Carl von Alvensleben am 21.10.1802, kam dessen Halbbruder Georg Adolf Ludolf von Alvensleben in den Besitz des Rittergutes und Schloss Hundisburg. Graf Georg Adolf Ludolf von Alvensleben starb bereits am 15.10.1811 im Alter von 45 Jahren und hinterlies, infolge des allgemeinen Güterverfalls, ein von Schulden beschwertes Rittergut Hundisburg.

Geschichte von 1810 bis 1945, Familie von Nathusius

Bei dem folgenden öffentlichen Verkauf, welchen die Gläubiger am 13.11.1811 verlangten, erhielt Johann Gottlob Nathusius, ein Pionier der deutschen Industrie, den Zuschlag und vereinigte, nachdem er schon das Kloster in Althaldensleben am 06.03.1810 erworben hatte, beide schönen Güter. Bereits 1830 übergab er Hundisburg seinem Sohn Hermann von Nathusius und konzentrierte sich nur noch auf Althaldensleben. Hermann von Nathusius leistete auf dem Gebiet der Tierzucht Bedeutendes und gründete unter anderem 1853 in Hundisburg die erste Stammschäferei mit Merino-Rambouillets. Ab 1860 wurde der untere Hof als „Unterhof“ eingerichtet und der Hof auf dem Schlosshof „Oberhof“ genannt. Hermann von Nathusius regelte seine Nachfolge bereits in Sommer 1873 und übergab seinem Sohn Joachim Gottlob Engelhard von Nathusius das Rittergut Hundisburg in Pacht. Er übernahm das Rittergut dann auch 1879 als Eigentümer. Schon vor seiner Zeit, im 18. Jahrhundert, wurde auf dem Rittergut Hundisburg eine Brennerei betrieben und Hopfen angebaut. Nach dem Tode von Joachim Gottlob Engelhard von Nathusius am 08.05.1915, erbte dessen ältester Sohn Gottlob von Nathusius des Rittergut Hundisburg. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Beginn der Bodenreform, erfolgte am 03.09.1945 die entschädigungslose Enteignung. Gottlob von Nathusius hielt sich noch bis Oktober 1945 in Hundisburg auf ging dann als Flüchtling zu seiner Tochter nach Berlepsch. Dort setze er am 31.03.1948, gezeichnet von diesem Schicksalsschlag und fortschreitender Krankheit, seinem Leben ein Ende. Seine hochbetagte Mutter Adelheid von Nathusius lebte noch bis 1950 auf dem Schloss und zog dann mit ihrer Betreuerin ins Hospital des Dorfes, wo sie am 16.08.1954 starb.

Geschichte ab 1945 bis heute

Das Gut blieb als Ganzes bestehen und wurde zunächst als Provinzialgut und dann als Volkseigenes Gut (VEG) bewirtschaftet. Nach der Wende 1989 wurde der Unterhof (Alte Schäferei) nicht mehr bewirtschaftet und er wechselte mehrfach die Besitzer. Die Familie Fingerhut erwarb den Unterhof im Dezember 2006, gründete den Verein „Hundisburger Bauernhof e.V.“ und beabsichtigt den Unterhof zu einem Arche-Hof mit touristischer Nutzung umzubauen. Die ersten vom aussterben bedrohten Schafe und Ziegen haben dort schon ein neues Zuhause gefunden und auch die ersten Lämmer wurden geboren. Weitere vom Aussterben bedrohte Tierrassen sind geplant und sollen dort gezüchtet werden. Geplant sind auch ein Heuhotel, 6 Ferienwohnungen, mehrere Caravanstellplätze, ein Hofladen mit Hof-Kaffe, ein Museum für landwirtschaftliche Geräte, ein Fahrradstützpunkt mit Reparaturwerkstatt, sowie ein Freigehege und Kinderspielplatz.

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